Home
Kontakt
Über mich
Bücher
Pressestimmen


 

 Corina C. Klengel

  

 

 

 

Es ist vollbracht. Das Lektorat meines neuen Romans „Venedigerzeichen“ ist beendet. 

Die Zusammenarbeit mit Sascha Exner, dem Lektor meines neuen Verlages EPV aus Duderstadt war eine sehr gedeihliche.

Sie müssen wissen, Autoren und Lektoren sind natürliche Feinde. Jeder Schriftsteller argwöhnt, dass der Lektor Stil und Charakter seines Großwerkes verändert und es wertlos macht – und das aus reiner Berufsbosheit. Nicht selten wird um jedes Komma gerungen und der platteste Füllsatz vollmundig verteidigt. Aber am Ende stellt man dann doch kleinlaut fest, dass der Roman durch das Lektorat besser geworden ist. So auch ich.

Es gab schon Lektoren, mit denen zusammenzuarbeiten mich viel kostete. Doch in diesem Falle verlief die Zusammenarbeit äußerst harmonisch. Und dabei hatte ich mich doch ein wenig davor gefürchtet, erstmals mit einem männlichen Lektor zu arbeiten. Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrem Sprach- und in ihrem Schreibstil. Doch das hat sich nicht auf das Lektorat ausgewirkt.

Was macht so ein Lektor eigentlich?

Obwohl es in so manchem Lektorat fast zum Mord kommt und sich die Parteien zuweilen stillose Kämpfe liefern, so wird doch auf der anderen Seite das erste Zusammentreffen mit einem Lektor von jedem Autoren heiß ersehnt. Da die meisten Schriftsteller Autodidakten sind, ist der Kommentar eines Lektors das erste Feedback – mal abgesehen von den Ablehnungen durch Verlage in der früheren Phase des Schriftstellerdaseins.

Klar, man gibt guten Freunden das Manuskript zum lesen. Doch trauen sich  Freunde selten, etwas Kritisches zu äußern. Sie loben, was das Zeug hält. Tut zwar gut, hilft einem aber nicht.

Womöglich ist es aber von Freunden - und also Laien - zu viel verlangt, ein Manuskript zu beurteilen. Den üblichen Buchkonsumenten interessiert vornehmlich der Plot. Die meisten Leser, die man nach der Erzählperspektive fragt, gerade als sie das Buch zugeschlagen haben, werden einen mit großen Augen ansehen und diese Frage nicht beantworten können. Vielleicht können sie noch sagen, ob ihnen Stil und Wortwahl gefallen haben und ob das Buch spannend war, aber nicht, warum. Deswegen fiebert man nach dem Feedback eines Lektoren ebenso, wie man dessen Wort fürchtet.

Aber Lektoren verbessern keineswegs nur Kommafehler und streichen Wiederholungen rot an. Sie lassen keine einzige ungenaue Formulierung durchgehen, zerstückeln gnadenlos jeden Bandwurmsatz, streichen mit äußerster Brutalität jede Doppelformulierung und jedes Füllwort raus und hinterfragen so manche Wortwahl, die man während des Schreibens noch als genial erachtete.

Darüber hinaus recherchieren Lektoren auch inhaltlich alles nach, was der Autor zu Papier gebracht hat. Stimmen die Beschreibungen der Orte? Sind die Straßen, auf denen der Held entlangbraust nicht vielleicht Einbahnstraßen? Stimmen die historischen Ereignisse? Passt der Ablauf von Geschehnissen,? Hat man die polizeiliche Vorgehensweise korrekt und realistisch wiedergegeben? Und passt das vom Autor ersonnene auch zur aktuellen Gesetzeslage?

Im Grunde bringen Lektoren den Autoren ihren Job bei. Es ist die Schule guter Schriftstellerei. Dass Lektoren so penibel arbeiten, kann zwar enervierend sein, aber es führt dazu, dass selbst Trivialliteratur fundiert durchgearbeitet ist und hierzulande ein hohes Niveau hat.

Ganz anders als die Krimis, die allabendlich im Fernsehen laufen. Immer wieder bemerke ich schwere Recherchefehler, die meine Freude an deutschen TV Produktionen mittlerweile gen Null tendieren lassen. Falsche Erbfolgeregeln bei Blutgruppen, ein Polizeialltag, der nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat bis hin, zu Pferden, die falsch herum in einem Hänger stehen. Da frage ich mich: Haben Drehbuchschreiber eigentlich überhaupt keine Kontrollinstitution? Wenn nein, dann schafft eine! Der TV Unsinn nimmt unerträgliche Ausmaße an.

Und bei dieser Einsicht erfüllt es mich regelrecht mit Dankbarkeit, dass ein Lektor meine Patzer ausbügelt!

Ein großes DANKE geht auch an meinen engagierten neuen Verleger, der bereits eine Lesetour zusammengestellt hat. Hier die vorläufigen Termine:


Weitere Informationen entnehmen Sie auch der Seite: www.harzkrimis.de

 

 

 
Donnerstag, 04.05., 19.00 Uhr: Duderstadt – Stadtbibliothek im Historischen Rathaus
 
Donnerstag, 11.05, 19.00 Uhr: Bad Lauterberg – Vital Resort Mühl
 
Dienstag, 16.05., 19.00 Uhr: Clausthal-Zellerfeld – Stadtbibliothek im Alten Bahnhof
 
Donnerstag, 18.05., 19.30 Uhr: Goslar – Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
 
Freitag, 26.05., 17.00 Uhr: Braunlage – Stadtbibliothek
 
Dienstag, 30.05., 18.30 Uhr: Bad Grund – Altes Rathaus
 
Freitag, 02.06., 15.30 Uhr: Bovenden – Gemeindebibliothek
 
Freitag, 09.06., 19.00 Uhr: Bad Harzburg – Baumwipfelpfad
 
Freitag, 13.10., 17.00 Uhr: Gartesleben - Bibliothek
 
Freitag: 20.10., 16.00 Uhr: Northeim – Literaturcafé
 

 

 

 

 

Ab dem 20. Oktober 2017 ist eine neue Sammlung von mörderischen Weihnachtsgeschichten aus dem Hause Prolibris zu haben!

 "Hexentrank und Halleluja"

Lesungen: Wegen begrenztem Platz bitte unter den angegebenen Telefonnummern anmelden

1. November 2017, Tilman Riemenschneider Buchhandlung, Martin Luther Platz 3, 37520 Osterode, Einlass 19:00 Uhr, Beginn 19:30 Uhr, Tel.: 05522/2202
 
3. November 2017, Bäckerei Herrmann, Braunschweiger Str. 37, 38723 Seesen, Einlass 19:00 Uhr, Beginn 19:30 Uhr, Tel.: 05381/6979508

 

 

 

Top